Bonus-Programm

Damit alle Berliner Schulen ihre Schüler optimal fördern und zu bestmöglichen Ergebnissen führen können, erhalten Schulen mit einer hohen sozialen Belastung zusätzliche Mittel. Diese Mittel können vielfältig eingesetzt werden (siehe auch weiter unten).

Ganz ausführliche Informationen über das Bonus-Programm können Sie auf der Senatsverwaltungsseite (https://www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/bonus-programm/) finden.

Hier nur einige Auszüge:

Das Programm

An den Schulen sind die Ausgangsbedingungen für das Lehren und Lernen unterschiedlich. Für Schulen mit einer hohen sozialen Belastung ist es eine besondere Herausforderung, alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und zu bestmöglichen Schulabschlüssen zu führen.

Das Bonus-Programm unterstützt diese Schulen mit zusätzlichen Mitteln, um beispielsweise Schulsozialarbeit oder eine intensivere Elternarbeit zu ermöglichen. Auch mit Kunst-, Theater- und Musikprojekten können die Schulen eigene Akzente setzen oder schulinterne Fortbildung für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher organisieren. Dabei entscheidet jede Schule selbst, welcher Weg für sie der richtige ist und wie sie die Mittel aus dem Bonus-Programm eigenverantwortlich einsetzt.

Wie kommt eine Schule ins Programm?

Das entscheidende Kriterium für die Aufnahme einer Schule in das Bonus-Programm ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler, deren Eltern von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit sind (lmb-Faktor). Liegt dieser im September festgestellte Faktor über fünfzig Prozent, nimmt die Schule am Programm teil. Grundlage für die Auswahl der Schulen sind die im September in der Lehrerbedarfsfeststellung von der Schule gemeldeten Schülerzahlen.
Ziel ist es, Schulen mit einer hohen sozialen Belastung in das Bonus-Programm aufzunehmen. Deshalb wird zusätzlich zur Sozialstruktur auch der Sozialraum der Schule berücksichtigt. Die Mittel für die Schulen setzen sich somit aus einer Basiszuweisung, einem Leistungsbonus sowie der Kooperationszulage und einer Zulage „Aktionsraum/Soziale Stadt“ zusammen. [...]

Warum soll eine Schule mit seinem Sozialraum kooperieren?

Die Öffnung der Schule in den sie umgebenden Sozialraum ist nicht nur sinnvoll und im Schulgesetz verankert, sondern wird in vielen Arbeitszusammenhängen zwischen Kitas und Grundschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen, zwischen Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe in den Bildungsverbünden bereits gelebt. Mit Hilfe der Kooperationszulage können gemeinsame Vorhaben unterstützt und ausgebaut werden.

Wofür können die Mittel genutzt werden?

Die Mittel des Programms sollen verwendet werden, um Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen im Bereich der Bildung und der emotional-sozialen Entwicklung auszugleichen. Schulen können das Geld kreativ und vielfältig einsetzen, ihr Schulprofil schärfen und Zielsetzungen umsetzen. Vorhaben, für die bisher keine oder nicht ausreichend Mittel vorhanden waren, können in Angriff genommen werden. Bereits vorhandene Kooperationen mit bewährten Partnern der Schulen im Ganztagsbetrieb oder bei der Schulsozialarbeit sollen genutzt und weiter entwickelt werden.

  • Kooperationen
    An vielen Schulen haben sich Kooperationsverträge für den Einsatz von Erziehern und Sozialpädagogen bereits bewährt. Zusätzlich können jetzt Kooperationen für den Einsatz von Psychologinnen, Lerntherapeuten oder zur Unterstützung in der Verwaltungsarbeit genutzt werden. Hat die Schule noch keinen Kooperationspartner, kann das Jugendamt freie Träger empfehlen.
  • Intensive Elternarbeit
    Wie von vielen Schulen gewünscht, kann in der Kooperation mit freien Trägern auch eine verstärkte Elternarbeit vereinbart werden. Diese kann in Form von Elternkursen, in der Unterstützung der Eltern bei Antragstellungen für ihre Kinder, in der Begleitung zu schulpsychologischen Beratungsstellen oder aber als Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneteten weiterführenden Schule organisiert werden.
  • Arbeitsgemeinschaften und Projekte
    Der Abschluss von Verträgen für vielfältige unterrichtsergänzende Angebote wie Arbeitsgemeinschaften oder unterrichtsbegleitende Projekte wird von vielen Schulen bereits genutzt. Entscheidet sich die Schule für eine zusätzliche Stelle der Jugendsozialarbeit, kann diese dafür die bewährten Strukturen und Standards des Landesprogramms „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ nutzen.
  • Schulinterne Fortbildung
    Schulen oder Schulverbünde können über die Angebote der regionalen Fortbildung hinaus zusätzlich in schulinterne Fortbildung von Lehrkräften und Erziehern investieren. Im Vorfeld sollte die Schule mit der zuständigen Schulaufsicht prüfen, ob das Angebot auch über die regionale Fortbildung kostenfrei zu realisieren ist.
  • Externe Beratungsangebote
    Möglich ist auch die Begleitung durch externe Beraterinnen und Berater, um beispielsweise Teamstrukturen zu entwickeln, an einem Schwerpunkt der Unterrichtsentwicklung zu arbeiten oder die einzelnen Vorhaben der Schule sinnvoll zu vernetzen.